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Aufgabenkritik

09.04.2026

Viele Kommunen stehen derzeit unter erheblichem Haushaltsdruck. Schwankende oder rückläufige Einnahmen – insbesondere bei der Gewerbesteuer – zwingen Verwaltungen dazu, kurzfristig Konsolidierungsbeiträge zu identifizieren. Entsprechend rückt Aufgabenkritik verstärkt in den Fokus von Verwaltungsspitze, Kämmerei und Politik.

Ziel ist es, Transparenz über Aufgaben, Leistungen und Ressourcenbindungen zu schaffen und belastbare Entscheidungsgrundlagen für Priorisierung, Reduktion oder Neuorganisation von Aufgaben zu entwickeln.

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 Ole Ringmann

Ole Ringmann

Senior Consultant

ringmann@imap-institut.de

+49 (0) 211 513 69 73 - 27

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Aufgabenkritik muss gleichzeitig Konsolidierung ermöglichen und die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung sichern.

Aufgabenkritik systematisch angehen

Ausgangspunkt jeder Aufgabenkritik ist die Unterscheidung zwischen

  • Pflichtaufgaben (gesetzlich übertragene oder pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben) und
  • freiwilligen Aufgaben der kommunalen Selbstverwaltung.

Unter Konsolidierungsdruck geraten freiwillige Leistungen häufig zuerst in den Blick. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus der Praxis, dass auch innerhalb von Pflichtaufgaben Gestaltungsspielräume im Vollzug, in Standards oder in der organisatorischen Umsetzung bestehen.

Für eine strukturierte Aufgabenkritik unterscheiden wir daher zwei Perspektiven:

Zweckkritik – Welche Aufgaben werden wahrgenommen?
Hier wird geprüft, ob Aufgaben weiterhin erforderlich sind, in welchem Umfang sie wahrgenommen werden müssen und welche politischen oder rechtlichen Bindungen bestehen.

Vollzugskritik – Wie werden Aufgaben organisiert?
Vollzugskritik betrachtet die organisatorische und prozessuale Umsetzung von Aufgaben – etwa Zuständigkeiten, Schnittstellen, Standards oder Bearbeitungstiefen – und identifiziert Möglichkeiten zur Vereinfachung oder Effizienzsteigerung.

Wechselwirkungen berücksichtigen

Gerade unter hohem Zeitdruck besteht die Gefahr, dass vor allem solche Maßnahmen gestrichen werden, die kurzfristig verzichtbar erscheinen – etwa Digitalisierungs- oder Organisationsprojekte, deren Wirkung erst mittelfristig sichtbar wird, die aber künftig zu mehr Effizienz, geringeren Bearbeitungsaufwänden oder besserer Steuerungsfähigkeit beitragen würden! Deshalb betrachten wir neben kurzfristigen Konsolidierungsbeiträgen auch die Bedeutung von Aufgaben und Vorhaben für die zukünftige Leistungsfähigkeit der Verwaltung.

Entscheidungsgrundlagen schaffen

Die zentrale Herausforderung vieler Aufgabenkritiken liegt weniger in der Analyse einzelner Aufgaben als in der Herstellung tragfähiger Entscheidungen. Aufgabenkritik berührt Interessen verschiedener Akteure – von Fachbereichen über Kämmerei bis hin zu politischen Gremien.

Wir unterstützen Verwaltungen dabei, Aufgabenkritik so zu gestalten, dass

Informationen systematisch erhoben und strukturiert aufbereitet werden,

relevante Perspektiven aus Verwaltung und Politik einbezogen werden und

Entscheidungsoptionen nachvollziehbar und umsetzbar dargestellt sind.

Als systemische Organisationsberatung verbinden wir dabei fachliche Aufgabenanalyse mit Organisationsentwicklung. So entstehen Lösungen, die nicht nur analytisch überzeugen, sondern auch organisatorisch umgesetzt werden können.

Ergebnis

Eine strukturierte Aufgabenkritik schafft Transparenz über Aufgaben und Ressourcen, ermöglicht belastbare Priorisierungsentscheidungen und unterstützt Verwaltungen dabei, Konsolidierung und Zukunftsfähigkeit miteinander zu verbinden.

 Ole Ringmann

Ole Ringmann

Senior Consultant

ringmann@imap-institut.de

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